• «Zu sehr emancipirt» - Lydia Eschers Tragödie von Regina Dieterle

    Wer heute durch das Zürcher Kunstmuseum flaniert, der wird dort an einer Wand zwei Porträts vorfinden. Eines von Gottfried Keller und eines von Lydia Welti-Escher. Beide wurden gemalt von Karl Stauffer-Bern. Das diese beiden Porträts nebeneinander hängen mag zufällig anmuten, sie stammen ja vom gleichen Künstler, nach der Lektüre des vorliegenden Bandes wird dieser Umstand aber ziemlich sicher weit weniger zufällig erscheinen.

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  • Abstufung dreier Nuancen von Grau von Kristiane Kondrat

    In Kristiane Kondrats Roman strauchelt eine namenlose Ich-Erzählerin durch die verschiedenen Graumelierungen des Lebens. Die junge Frau fühlt sich verfolgt. Wenn sie nach Hause kommt, scheinen die Blätter auf ihrem Schreibtisch an anderer Stelle zu liegen, merkwürdige Gestalten bedienen sich der gleichen Tramhaltestellen wie sie.

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  • Die Wölfin/ La luffa von Leo Tuor

    In Miniaturen erzählt manchmal ein Ich-Erzähler, manchmal ein auktorialer Erzähler von einem Bub und seinem Leben mit den Grosseltern. Der Junge wird von allen nur Bub genannt, weil er den gleichen Namen wie sein Vater trägt.

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  • Wunder von Wsewolod Petrow

    Im Erzählband Wunder sind neu entdeckte Erzählungen aus dem Nachlass des russischen Kunsthistorikers Wsewolod Petrow (1912-1978) versammelt. Es sind dies einerseits 19 sehr kurze, von Petrow unter dem Titel Philosophische Erzählungen gesammelte, sowie zwei weitere, etwas längere, Erzählungen.

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  • Gletscherstück von Nathalie Schmid

    Allgegenwärtig ist der verträumte, rückwärtsgewandte Blick, den die Erzähler*innen in Nathalie Schmids Gedichten zum Mittelpunkt ihres Erlebens machen. Bereits zu Beginn erlaubt sich die Ich-Erzähler*in, den Tag vor dem Abend zu loben, obwohl, oder gerade zum Trotz, der ablehnenden Worte des gegenübergestellten Dus.

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  • Andere Häfen von Christopher Ecker

    Auf gut 240 Seiten sind hier 87 Kurz- bis Kürzesterzählungen versammelt. Das erzählerische Programm, welches Christopher Ecker in diesen Erzählungen vorlegt lässt sich in zwei Worten zusammenfassen: verschwenderisch und anstrengend.

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  • Aline von Charles Ferdinand Ramuz

    Die Geschichte beginnt, wie so viele Geschichten beginnen. Ein Junge trifft ein Mädchen. Julien trifft Aline. Die beiden mögen sich. Aus geflüsterten Zuneigungen erwachsen erste Küsse, im Schatten erwächst noch mehr. Es wird des Nachts aus Häusern geschlichen, Ohrringe wechseln Besitzer und Versprechen werden gemacht.

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  • Im Meer treibt die Welt von Ruth Erat

    Wandeler ist Anlageberater. Als ihm klar wird wie 'prekär die Lage ist', zerfällt seine Daseinsberechtigung und er beginnt zu zweifeln. An seiner Existenz, seinen Entscheidungen, dem Leben, der Lage der Welt. Erfasst von dieser Existenzangst fährt Wandeler ans Meer.

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  • Auf in den Heldentod! von Shigeru Mizuki

    Ende 1943. Der Zweite Weltkrieg ist in vollem Gange. Ein Teil der japanischen Truppen befindet sich auf Inseln im Südpazifik und hält strategisch wichtige Stellungen. Zu diesen Truppen gehört auch Soldat Maruyama, dessen Kompanie auf Neubritannien stationiert ist, einer der schlimmsten Flecken auf denen man im Zweiten Weltkrieg landen konnte.

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  • Böse Delphine von Julia Kohli

    Halina schleudert durchs Leben. Gerade hat sie mit 27 ihr Geschichtsstudium begonnen, nebenbei jobbt sie in einem Buchladen am Flughafen. Abends treibt sie mit Freunden durch das studentische Nachtleben in Zürich, trifft dort auf Elias, den sie bald darauf zu einem Date trifft. Die Tage in Halinas Leben ähneln sich, tagsüber Seminararbeiten und sandwichhinterlassende Touristen, nachts Dates, Partys oder Netflix mit bestellter Pizza.

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  • Einsame Weltreise von Alma M. Karlin

    Kurz nach Beendigung des 1. Weltkriegs, brach Alma M. Karlin auf eine Weltreise auf. Dass die Weltreise fast neun Jahre dauern und sie quer über den ganzen Globus führen würde, wusste sie noch nicht, als sie im November 1919 in Genua, Schreibmaschine Erika und ein selbstgeschriebenes Wörterbuch unter dem Arm, die 'Bologna' betrat, die sie nach Südamerika bringen sollte.

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  • 3 Väter von Nando Von Arb

    In der autobiographischen Graphic Novel 3 Väter erzählt Nando von Arb die Geschichte seiner Kindheit und Jugend in einer Patchworkfamilie. Aufgewachsen ist Nando von Arb nämlich mit drei Vätern: einerseits war da sein leiblicher Vater, andererseits waren da aber auch Kiko, Vater einer seiner beiden Schwestern und Zelo, der neue Partner der Mutter..

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  • Wie ich Rocko S. vergewaltigt habe/ Comment j'ai violé Rocko S. von Marie Rotkopf

    Eine namenlose Ich-Erzählerin erinnert sich an ihre Jugend. Damals hatte sie gerade einen Roman verschlungen, von einem etwas älteren, männlichen Autoren, der in ähnlicher Gegend gelebt hatte, wie die Erzählerin selbst damals. Es ist der titelgebende Rocko S.

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  • Apoll Besobrasow von Boris Poplawski

    Entstanden zwischen 1926 und 1932, zeichnet Apoll Besobrasow das Leben einer Gruppe von jungen Emigranten im Paris der 1920er Jahre nach. Sie streifen alle durch ein regnerisches Paris, in dem sie einerseits zuhause sind, andererseits aber auch nicht so recht reinpassen wollen. Wirkliche Zugehörigkeit erfahren sie in ihrer herumstreunernden Gemeinschaft. Kennengelernt haben sie sich auf einem Ball und hausen gemeinsam in ausrangierten Schlössern und Häusern, lassen sich von der ihnen eigenen Melancholie leiten und treiben durch dieses Leben.

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  • Die dunklen Jahre von Friederike Manner

    Dieser Exilroman ist eine Sensation! Die Ehe von Klara und Ernst ist an ihrem Tiefpunkt angelangt, die beiden so gut wie getrennt. Als aber 1938 Österreich vom Deutschen Reich einvernahmt wird, ändert sich alles. Ernst als Jude ist in grosser Gefahr und auch die Kinder der beiden sind als «Mischlinge» nicht sicher. Klara bleibt also, hauptsächlich der Kinder willen, aber auch aus Pflichtbewusstsein Ernst gegenüber.

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  • Der Tod des Löwen von Auguste Hauschner

    Es ist der Winter 1611. Über Prag steht ein rätselhafter Komet, der die Stadt in ein blutrotes Licht taucht. Der Kaiser, Rudolf II., scheint langsam aber sicher den Verstand zu verlieren. Geplagt von Verfolgungswahn wittert er hinter jeder Ecke Gestalten, die ihm niederträchtig gesinnt sind. Im hofeigenen Zoo haust, neben vielen anderen exotischen Tieren, ein imposantes Löwenmännchen.

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