Vielleicht nicht eines der besten Bücher aus letzter Zeit, aber ziemlich sicher eines der wichtigsten. Die Geschichte einer Nacht, die in betrunkenem Sex geendet hat und nun von beiden Seiten, von ihm wie auch von ihr, beleuchtet wird. Sie sagt, es war Vergewaltigung was in dieser Nacht passierte, er sagt, es war einvernehmlicher Geschlechtsverkehr. Der Leser weiss bis zuletzt nicht, auf wessen Seite er sich stellen soll und genau dies ist der grosse Beitrag dieses Buches in einer Zeit, in der alte Rollenbilder fallen und viel bisher übliches (männliches) Verhalten zum Glück nicht mehr toleriert wird: Es zeigt die Ambiguitäten auf, die in solchen Fällen lauern und zeigt auch, was aus zwei Leben werden kann, wenn so etwas passiert.

Anstatt Stellung zu beziehen und zu sagen so wars, sagt dieses Buch uns, dass es so oder so gewesen sein kann, genauso wie im echten Leben auch. Und gewinnen tut zum Schluss niemand.

Nichts, was uns passiert auf der Seite des Verlages