• Café Krane von Cora Sandel

    Das Café Krane ist ein Kaffeehaus, wie es in so mancher norwegischen Kleinstadt in den 1920er Jahren hätte stehen können. Geführt wird es vom Ehepaar Krane, man trifft sich gerne dort, es ist gemütlich, ruhig und bietet der ganzen Gemeinschaft einen willkommenen Sammelpunkt. Auch die beste Schneiderin im Dorf, Katinka Stordal, sitzt gerne im Café. Zu gerne.

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  • Der Mitternachts-Scholar von Shi Dong-Shan

    Bai Hsing ist ein junger chinesischer Gelehrter. Seine Ehe wird ihm schnell langweilig, weshalb die ursprüngliche Suche nach Potenzpillen zu einer willkommenen Reise wird, die ihm zum Ausbruch aus der Ehe dient. Eigentlich eine historische Obskurität aus China. Aber eben auch ein Buch, bei dem die verlegerische Verantwortung vergessen gegangen ist.

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  • Ein Junge wie Kees von Theo Thijssen

    Amsterdam, die ausgehenden Jahre des 19. Jahrhunderts. Kees ist das älteste von drei Geschwistern, die Eltern betreiben ein Schuhgeschäft. Auf den ersten Blick ist Kees ein Junge wie jeder Andere. Erst auf den zweiten Blick wird man merken, was für ein besonderer Junge Kees doch ist.

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  • Kinderwhore von Maria Kjos Fonn

    Charlotte ist gut in Norwegisch und in Mathe und lebt bei ihrer Mutter. Vater hat sie keinen, also eigentlich schon, der wechselt einfach genauso häufig, wie ihre Mutter den Freund wechselt. Als Charlotte gerade zwölf geworden ist, findet wieder einer dieser Wechsel statt. Der neue Freund der Mutter, Jonas, fängt aber plötzlich an, die Nächte bei Charlotte zu verbringen.

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  • Angst vor Lyrik von Moritz Hürtgen

    Angst vor Bahnhöfen. Eifersucht. Frauen. Gott. Hunden. Konservativen. Licht. Nachbarn. Prüfungen. Sekten. Theater. Überfremdung. Diese und 90 weitere Ängste tauchen in Moritz Hürtgens Gedichtband *Angst vor Lyrik* auf. Warum aber soll man sich nebst all den anderen Ängsten gerade vor der Lyrik fürchten?

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  • Über das Verschwinden der Utopie - Der Boden unter den Füßen von Christoph Keller

    Man hört sie wieder öfters, die Vermutung, dass gehäuft Dystopien geschrieben und veröffentlicht werden. Was man weniger hört: ihr Gegenstück, die Utopie, ist verschwunden! Alberto Manguel liefert mit Sehnsucht Utopie einen historischen Abriss während Christoph Kellers Roman Der Boden unter den Füßen angetreten ist, um die Gattung der Utopie zu retten.

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  • Das Institut von Lisa Spalt

    Die ganze Welt besteht nur noch aus einer einzigen Stadt, sinnigerweise Lands getauft. Regiert wird diese Stadt-Welt von Diktator Cramp. Der Diktator ist aber keine Einzelperson, sondern viel eher die Versinnbildlichung des Bösen, die auf vielfältige Weise erscheinen kann. Diesem weltumspannenden Bösen stellt sich das IPA entgegen, das Institut für poetische Alltagsverbesserung.

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  • Die Hyazinthenstimme von Daria Wilke

    Irgendwo in der Steiermark steht ein Schloss. Mitten in einem Laubwald. Bevölkert wird dieses Schloss fast ausschliesslich von Knaben und Männern. Regiert wird das von den Bewohnern Haus Settecento genannte Schloss, von einem rothaarigen Zaren. Getreu dem Namen des Hauses, lässt der Zar darin den Barock wiederaufleben. Mitsamt all seinen Traditionen. Auch den grausamsten. Fast alle Männer und Jungen des Hauses sind Kastraten und werden im Schloss zu männlichen Sopranisten ausgebildet.

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  • Königin-Maud-Land ist geheim von Line Madsen Simenstad

    Fünf Erzählungen finden sich im schmalen Debüt der norwegischen Autorin Line Madsen Simenstad. Nichts Grosses bewegt sich in diesen Erzählungen und trotzdem gelingt es Simenstad, mit ihren Erzählungen einen eindringlichen und berührenden Sog zu entwickeln, der einen Hauch Magie versprüht.

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  • dekarnation von Eva Maria Leuenberger

    Tal. Moor. Schlucht. Und wieder Tal. Sie sind so einprägsam wie simpel, die Schauplätze von Eva Maria Leuenbergers Lyrik. Das lyrische Ich, welches im Tal erwächst, wird im Moor beginnen zu zerfallen. Der Prozess der Dekarnation wird da einsetzen und das Ich so lange zerfallen, bis nur noch Knochenmasse übrig ist. In der Schlucht wird die restliche Haut vollends verschwinden, sie fällt einfach ab. Aufhalten lässt sich die einmal begonnene Dekarnation nicht.

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  • Nicht wie alle Andern von Ferdinande von Brackel

    Ferdinande von Brackel (1835–1905) ist eine weitere Schriftsteller*in, die man zu den Vergessenen hinzuzählen muss. Sie war zu ihren Lebzeiten eine gefeierte und vielgelesene Schriftstellerin, ist heutzutage aber kaum mehr bekannt. Im Wehrhahn Verlag ist nun eine Neuedition einer ihrer Novellen erschienen.

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  • Eisbären von Marie Luise Kaschnitz und Karen Minden

    Das Zwiegespräch eines Ehepaares. Der Mann kommt spät nach Hause, er will reden. Licht solle sie aber nicht machen, sagt er seiner Frau. Im Dunkeln beginnt er, es geht um den Tag, als sich die beiden kennengelernt haben. Damals im Zoo, am Eisbärengehege. Er vermutet, dass sie damals auf einen anderen gewartet hat und will es nun genau wissen.

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  • Das Eis-Schloss von Tarjei Vesaas

    Eine Geschichte, die sich um zwei Mädchen dreht. Siss und Unn. Eine Geschichte, die auf einem Dorf spielt, im ewigen Eis. Auch im Sommer bleibt der See fast ganz zugefroren, nur für wenige Wochen ändert er seine elementare Form. Eine Geschichte, die in glasklarer Sprache von diesen beiden Mädchen und von diesem ewigen Eis erzählt.

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  • Das Nadelöhr von Kristiane Kondrat

    Deutschland im Jahr 2225. 80 Jahre nach einer schweren Umweltkatastrophe. Das Land ist seit der Katastrophe in verschiedene Zonen aufgeteilt, nur noch Teile des Landes sind bewohnbar. Die sogenannte Zwischenzone ist durch hohe Mauern abgetrennt und darf nur zu Forschungszwecken betreten werden. Alfred ist einer dieser Forscher. Der Chemiker soll Bodenproben in der Zwischenzone entnehmen, denn komplett unbewohnt ist die Zone nicht.

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  • Reporterstreifzüge von Hugo von Kupffer

    Gegen Ende des 19. Jahrhunderts gab es im auflagenstarken «Berliner Lokal-Anzeiger» eine Rubrik, die den Titel «Reporter-Streifzüge» trug. Darin hat Chefredaktor Hugo von Kupffer (1853-1928) genau das getan, was man sich vom Titel verspricht. Er streifte durch Berlin, berichtete und beobachtete dem Zeitungsleser, was er auf diesen Streifzügen erfahren und entdeckt hatte. Entstanden sind so einige der ersten deutschsprachigen Reportagen.

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  • Barfuß geht die Zeit und Ich lege mein Herz von Ingrid Zebinger-Jacobi

    2018 erschien mit Barfuß geht die Zeit das literarische Debüt von Ingrid Zebinger-Jacobi in der österreichischen Edition Keiper. Kaum ein Jahr später erschien mit Ich lege mein Herz, bereits ein zweiter Erzählband. Es ist höchste Zeit, diese Autorin und ihre Erzählungen einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

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